Das 1×1 der Literaturrecherche

Für viele weit unten auf der Hitliste angesiedelt: die Suche nach wissenschaftlicher Literatur. Häufig wird sie zudem noch von dem Gefühl begleitet, einen Dschungel durchschreiten zu müssen. Oder den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen! Aber auch hier gibt es einfache und praktische Strategien, um nicht die Orientierung zu verlieren und sicher ans Ziel zu gelangen.

Folgende Recherche-Strategien möchte ich dir ans Herz legen:

  • I. Wikipedia: Die Online-Enzyklopädie ist für den Einstieg geeignet und wenn man gar keine Ahnung hat. Etwa, wenn es darum geht herauszufinden, was zB ein Begriff überhaupt bedeutet. Zitieren solltest du hingegen aus ihr nicht. Das hängt damit zusammen, dass ihre Qualität schwankend ist und v.a. nicht immer wissenschaftlichen Kriterien genügt.

  • II. Fußnotenapparat und Literaturverzeichnis von Wikipedia: hier finden sich oft tolle Fundstücke und Hinweise auf wissenschaftliche Papers und Bücher. Hier reinzuschauen lohnt sich meist, zudem kannst du dich so gut weiterhangeln.

  • III. Handbücher: zu vielen wichtigen Begriffen, Forschungsfeldern und Wissenschaftler:innen gibt es Handbücher. Diese leisten in der Regel einen sehr guten Überblick und auch eine Zusammenschau des rezenten Forschungsstandes. Hieraus darfst du zitieren! Zudem bieten sie in der Regel tolle Hinweise auf weiterführende Literatur, d. h. mit Hilfe von Handbüchern taucht man zum 1. Mal in die Tiefe ab. Wie man Handbücher erkennt? Oft tragen sie Titel wie (Popper-)HANDBUCH, ATLAS (der menschlichen Anatomie), (Foucault-)LEXIKON, READER (heterodoxe Ökonomietheorien) usw.

  • IV. Google Books und Scholar: bieten häufig eine Vorschau in wissenschaftliche Bücher (Google Books) und wissenschaftliche Papers (Google Scholar). Sehr nützlich, um Inhaltsverzeichnisse durchzusehen und möglicherweise ein Kapitel anzulesen. Rechtefreie Bücher und Texte sind oft sogar im Volltext zugänglich. Weiteres Plus: aufgrund der Digitalisierung kannst du hier Werke nach Stichworten durchsuchen!

  • V. Bibliothekskataloge: last, but not least:  Das wohl wichtigste Instrumentarium, insbesondere, wenn du schon etwas Ahnung hast, was du eigentlich suchst, und gleich Bücher und Zeitschriften bestellen möchtest. Auch hier schreitet die Digitalisierung voran, d. h. vielfach kannst du hier Texte online einsehen oder gleich downloaden.

Welche dieser Strategien benutzt du? Und welche kennst du noch?